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"Ist das nicht ein guter Gedanke?"

Im Workshop. Geneigte Köpfe, Augen, die ganz schmal werden, Stifte, die übers Papier flitzen und dann wieder inne halten.

Wir füllen gerade das Arbeitsblatt mit unseren Geschichten. Mit dem, was uns verletzt hat, traurig gemacht hat, verzweifelt, ängstlich oder wütend. Ich blicke in die Runde. Ein paar Stifte haben sich schon gesenkt. Hier und da ein verschmitztes Lächeln, erwartungsvolle Blicke. Ich sitze auf meinem Stuhl und warte darauf, bis auch der Letzte bereit ist, um zum nächsten Punkt zu gehen. Eine Hand hebt sich. Zögerlich. Und dann die Frage: "Aber ich hab jetzt einen guten Gedanken aufgeschrieben. Soll ich den überhaupt untersuchen?" Die Teilnehmerin, die sich gemeldet hat, sieht mich fragend an. Sie teilt ihren Gedanken mit uns. - Und JA, der Gedanke ist untersuchungswürdig. Tatsächlich hält unser Verstand viele Gedanken für gut und wichtig. Doch wofür unser Verstand einen Gedanken hält oder nicht hält, sagt nichts darüber aus, was  dieser Gedanke mit uns macht. Und das ist auch der Kern der Sache. Die tatsächliche Frage lautet nämlich nicht, halte ich einen Gedanken für gut oder schlecht. Die Frage lautet: Was macht der Gedanke mit mir? Bringt er mir Frieden oder fühle ich Stress, wenn ich ihn glaube?  Und Gedanken, die Stress erzeugen, sind immer untersuchungswürdig. Auch die, von denen mein Verstand glaubt, sie wären gut und hilfreich.

 



Möchtest du mehr über "The Work of Byron Katie" erfahren?

 

Das "Kleine Büchlein" kannst du kostenlos downloaden. Es handelt sich dabei um einen Auszug aus "Lieben was ist", dem Standardwerk von Byron Katie. Es gibt eine gute Einführung in The Work und zeigt u. a., wie du ein Arbeitsblatt ausfüllst und wie du im Anschluss deine Gedanken überprüfst.

"Let's do The Work!" und sei gespannt, was du entdeckst! Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und ausprobieren!


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