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"Irene fährt über mich drüber." - Ist das wahr?

Die Vögel zwitschern, ich bin noch im Pyjama und rufe meine Nachrichten auf WhatsApp ab. Irene hat  auf meinen Einwand bezüglich der Logo-Gestaltung geantwortet. Irene ist meine Freundin und Work-Kollegin. Wir arbeiten gemeinsam an einem Projekt, das uns beiden am Herzen liegt. Ich lese ihre Antwort und da ist es, dieses Grummeln in mir. Irenes Antwort ist nicht so, wie ich es gehofft hatte. Ihre Worte sind sehr klar. Sie möchte das Logo so umsetzen, wie wir es ursprünglich besprochen haben. "Ja, passt", bin ich im Begriff zurückzuschreiben. Und in diesem Moment bemerke ich, dass genau gar nichts passt. Ich spüre diesen Druck in meiner Brust. Und ich halte inne. Statt "Ja, passt", schreibe ich "Ich bemerke da ein Grummeln in mir. Da ist etwas, das ich noch nicht greifen kann. Das wird eine schöne Work." - Irene und ich begleiten unser Projekt mit gemeinsamen Works. Wir überprüfen gemeinsam unsere stressigen Gedanken, die  im Zusammenhang mit unserem Projekt auftauchen. Dazu gehören auch stressige Gedanken, die wir übereinander haben.  Kurz später bekomme ich den Gedanken zu fassen, der mein Unbehagen beim Lesen der Nachricht ausgelöst hat: "Irene fährt über mich drüber."

Noch am selben Tag begleitet mich Irene bei meiner Work.

Sie stellt mir die Fragen, ich horche in mich hinein und antworte.

In meiner Work erkenne ich so gut, dass die Umkehrungen viel


wahrer sind als mein Ursprungsgedanke. - Irene fährt nicht über mich drüber. Ich sehe, dass sie mir offen und klar ihre Meinung sagt. Genau das ist es auch, was ich mir in unserer Zusammenarbeit wünsche. Dass jede von uns offen und ehrlich ihre Meinung sagt. Irene und auch ich.

 

"Brauchst du von mir, dass ich dir meine Meinung anders mitteile?", fragt mich Irene nach der Work. Ich finde das total lieb von ihr und "Nein", das brauche ich nicht. Ich möchte, dass sie mir weiterhin klar und offen sagt, was sie denkt. Und was ich noch aus meiner Work mitnehme: Ich möchte darauf achten, mich nicht mehr zu überfahren. Wenn ich anderer Meinung bin, dann möchte ich das auch sagen.

"Und wenn ich bemerke, dass ich mich mal doch wieder selbst überfahre, dann worken wir einfach wieder", sage ich.

"Das machen wir", sagt Irene.

Nach der Work fühlt es sich sehr friedlich in mir an. Und leicht. Und ich bin dankbar. Teamarbeit so zu erleben, das hat was. Echt.

Was die Logo-Gestaltung betrifft: Wir werden in den nächsten Tagen noch mal darüber sprechen. Jetzt, nach der Work, handelt es sich dabei einfach nur um einen Punkt, der wieder auf unserer Agenda steht. Es ist ein ganz normaler Punkt, wie jeder andere auch.



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