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Einen Schritt zurücktreten, bitte! Und das zackig!

Das mit dem Abgrenzen könnte so leicht sein. "Lieber XY, es ist jetzt für dich an der Zeit, einen großen Schritt zurückzutreten. Meine Grenze ist nämlich genau dort erreicht, wo du bereits seit fünf Minuten munter mit deiner Ferse ackerst." Klingt doch gut. Und warum sage ich es dann nicht, wenn XY, ZX oder YZ einen Schritt zu weit gegangen sind? Oft, weil ich in der Situation gar nicht mitbekomme, dass meine Grenze überschritten worden ist. Weil ICH einfach in diesem Moment meine eigene Grenze nicht wahrnehme. Und dann gibt es natürlich auch noch Glaubenssätze wie: "Wenn ich mich abgrenze (indem ich klipp und klar sage, was ich möchte und was nicht), mag mich der andere nicht mehr." Glaubenssätze, wie dieser, wirken in Situationen, in der offene Worte angebracht wären, nicht gerade förderlich.

Wenn ein Thema aufpoppt, dann öfter. Bei mir zumindest. Soll heißen, ich darf mich gerade fleißig im Abgrenzen üben. Und was habe ich schon herausgefunden? Dass, wenn ICH MEINE Grenzen respektiere und klar sage, was ich möchte bzw. was ich nicht mehr möchte, die Grenzübertreter das auch gut annehmen können. Und: Dass es sich einfach nur gut anfühlt, für mich einzutreten. - Das Leben ist schön. Und schön ist es auch, wenn XY nach unserem Gespräch künftig meine Grenzen respektieren will. Und wenn er es nicht tut? Das könnte doch schließlich passieren, nicht wahr? Dann sorge ich gut für mich, indem ICH MEINE Grenzen respektiere. Und dieser letzte Satz, der lässt mich gerade so richtig schön Schmunzeln. Eigenverantwortung ist einfach etwas Schönes. Immer wieder.

 

Hast du auch Lust bekommen, deinen stressigen Gedanken auf den Grund zu gehen? Am 23. und 24. November kannst du das im Seminar "Frei durch Gedankenüberprüfung mit The Work of Byron Katie" in Oslip im Burgenland. Ich freu mich auf dich!

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