In der Projektionsfalle · 17. Oktober 2019
Das mit dem Abgrenzen könnte so leicht sein. "Lieber XY, es ist jetzt für dich an der Zeit, einen großen Schritt zurückzutreten. Meine Grenze ist nämlich genau dort erreicht, wo du bereits seit fünf Minuten munter mit deiner Ferse ackerst." Klingt doch gut. Und warum sage ich es dann nicht, wenn XY, ZX oder YZ einen Schritt zu weit gegangen sind? Oft, weil ich in der Situation gar nicht mitbekomme, dass meine Grenze überschritten worden ist. Weil ICH einfach in diesem Moment meine eigene...

Work around the blog · 29. September 2019
Kennst du diese oder ähnliche Gedanken? "Mein Partner hört mir nicht zu." "Mein Chef sollte meine Leistungen anerkennen." "Ich darf keinen Fehler machen!" "Meine Tochter sollte ihr Zimmer aufräumen." "Ich hätte es besser wissen müssen." "Ich war meiner Mutter nie wichtig." (...) Das sind nur einige Beispiele für Gedankenkarusselle, die uns im Alltag beschäftigen. Was sie gemeinsam haben: sie STRESSen. Doch sind diese Gedanken überhaupt wahr? Es wäre doch echt blöd, wenn ich mich mein...

Alltagsgeschichten · 12. Juli 2019
Hast du auch einen Wäscheberg zuhause rumstehen, der gebügelt werden sollte? Ich habe einen. Einen ziemlich fiesen sogar. Das Gemeine an diesem Wäscheberg ist nämlich: Genau dann, wenn ich mit meiner Tasse Kaffee auf der Couch sitze, fällt er mir ein. Sofort spüre ich diesen Druck in der Brust, wo gerade noch Leichtigkeit war. Und dann: Als hätte ich vergessen, dass ich mich entspannen wollte, wandert mein Blick im Raum herum und bleibt an der Anzeige des Geschirrspülers hängen. Der...

In der Projektionsfalle · 02. Juni 2019
Die Vögel zwitschern, ich bin noch im Pyjama und rufe meine Nachrichten auf WhatsApp ab. Irene hat auf meinen Einwand bezüglich der Logo-Gestaltung geantwortet. Irene ist meine Freundin und Work-Kollegin. Wir arbeiten gemeinsam an einem Projekt, das uns beiden am Herzen liegt. Ich lese ihre Antwort und da ist es, dieses Grummeln in mir. Irenes Antwort ist nicht so, wie ich es gehofft hatte. Ihre Worte sind sehr klar. Sie möchte das Logo so umsetzen, wie wir es ursprünglich besprochen haben....

Fragen rund um The Work · 22. Mai 2019
Im Workshop. Geneigte Köpfe, Augen, die ganz schmal werden, Stifte, die übers Papier flitzen und dann wieder inne halten. Wir füllen gerade das Arbeitsblatt mit unseren Geschichten. Mit dem, was uns verletzt hat, traurig gemacht hat, verzweifelt, ängstlich oder wütend. Ich blicke in die Runde. Ein paar Stifte haben sich schon gesenkt. Hier und da ein verschmitztes Lächeln, erwartungsvolle Blicke. Ich sitze auf meinem Stuhl und warte darauf, bis auch der Letzte bereit ist, um zum nächsten...

Alltagsgeschichten · 16. Mai 2019
"Wir leiden nur dann, wenn wir einen Gedanken glauben, der mit dem streitet, was ist. (...) Wenn du willst, dass die Wirklichkeit anders ist, als sie ist, kannst du genauso gut versuchen, einer Katze das Bellen beizubringen. Du kannst es immer weiter probieren und zum Schluss wird die Katze zu dir aufschauen und Miau sagen. Die Wirklichkeit anders haben zu wollen, als sie ist, ist aussichtslos." (Byron Katie, Kleines Büchlein, Seite 4) Warum ist das bitte schön so einleuchtend und im Alltag...

Work around the blog · 13. April 2019
Ich bin die Frau, die ihre Gedanken überprüft und die Freude daran hat, ihr Wissen im Training weiterzugeben. Ich bin die, der der Reis überkocht, während sie schnell die Waschmaschine einschaltet. (Und manchmal kocht er sogar über, wenn ich daneben stehe.) Ich bin Mutter, Partnerin, Texterin, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Freundin, Kollegin, Nachbarin, Post-aus-dem-Briefkasten-Holerin. Für unsere Katze bin ich diejenige, die Futtersäckchen öffnen kann. Meine Rollen sind so...

Alltagsgeschichten · 12. April 2019
Eigentlich sind Gedanken harmlos. Erst wenn wir sie glauben, lösen sie Stress aus. „Ich kann das nicht.“ Kennst du diesen Gedanken auch? Ich habe diesen Gedanken erst neulich geglaubt: In Yoga – wir schwitzen schon fast eineinhalb Stunden. Ich fühle mich durchgedehnt, ausgepowert, leicht und glücklich. Und: Ich freue mich auf die Endentspannung. Dann, etwas Neues. Jelena, unsere Yoga-Lehrerin, leitet uns an, in die Brücke zu kommen. Sie legt sich auf den Rücken, drückt Füße und...

Fragen rund um The Work · 12. April 2019
"Mich selbst umarmen", so beschreibe ich mein Worken. "Selbstliebe schenken" nennt es eine meiner Teilnehmerinnen. Selbstliebe entsteht, wenn ich meine Gedanken überprüfe. Es ist sozusagen das was ich zusätzlich zu meinen Erkenntnissen bekomme, wenn der Kopf Fragen stellt und das Herz antwortet. Bei "The Work" geht es immer um meine Wahrheit. Nicht um die Wahrheit meines Partners, die meines Kollegen oder die der Schwiegereltern. Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht darum in sich...